Blue Dream: Wirkung, Genetik & Anbau


Nahaufnahme einer großen, harzigen Blue-Dream-Blüte mit bläulich-grünen Tönen und orangefarbenen Blütenstempeln
Blue Dream – harzige Blüte mit dichtem Trichombesatz.

Wichtige Fakten zu Blue Dream

Eigenschaft Details
Typ Sativa-dominanter Hybrid
THC-Gehalt 17-24%
CBD-Gehalt Niedrig (unter 1%)
Herkunft Blueberry × Haze
Geschmack Süße Beeren, Heidelbeere, würzig
Aroma Fruchtig-süß mit Beerennote
Wirkung Ausgewogen: anregend und sanft entspannend
Medizinische Anwendung Wird mit Stimmung, Stress und Schmerzempfinden in Verbindung gebracht
Blütezeit 9-10 Wochen
Ertrag (Indoor) ca. 500-600 g/m²
Ertrag (Outdoor) hoch
Wuchshöhe Hoch, kräftig
Schwierigkeitsgrad (Anbau) Einsteiger bis mittel

Einführung in Blue Dream

Blue Dream ist eine der beliebtesten Sorten in Nordamerika. Bekannt ist sie für ihr süßes Beerenaroma und eine ausgewogene Wirkung.

Blue Dream ist ein Hybrid, bei dem der Sativa-Anteil überwiegt. Sie wirkt erst anregend und dann sanft entspannend. Das macht sie für viele gut zugänglich.

Über ihre Haze-Hälfte gehört sie zur Haze-Familie, wie die Purple Haze und die Amnesia Haze. Wer es fruchtig mag, kennt das auch von der tropischen Pineapple Express und der süßen Sweet Bubble.

Genetik und Herkunft

Blue Dream entstand in Kalifornien. Sie ist eine Kreuzung aus der indicabetonten Blueberry und einer Haze-Sativa. So verbindet sie die Fruchtnote des einen Elternteils mit der klaren Wirkung des anderen.

Die Elternsorten

  • Blueberry: eine Indica mit starkem Beerenaroma und entspannender Note.
  • Haze: eine klassische Sativa-Linie. Sie sorgt für die anregende Wirkung.

Genetische Abstammung von Blue Dream

Blue DreamBlueberryHaze

Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Blue Dream.

Aroma und Terpenprofil

Blue Dream duftet deutlich nach süßen Beeren, vor allem Heidelbeere. Dazu kommen würzig-kräutrige Töne. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei Blue Dream sind vor allem Myrcen, Pinen und Caryophyllen wichtig.

Infografik mit Blue-Dream Key Facts: Typ Sativa-dominant, THC 17-24%, Bluetezeit 9-10 Wochen, Genetik Blueberry x Haze und Terpene Myrcen, Pinen, Caryophyllen
Abbildung 2: Blue Dream auf einen Blick – Typ, THC, Blütezeit, Genetik und wichtige Terpene.
Terpen Geruch / Geschmack Was in der Forschung dazu besprochen wird
Myrcen Erdig, leicht süß Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen.[5]
Pinen Wie Kiefernnadeln Kommt auch in Kiefern vor. Wird in der Forschung mit Wachheit in Verbindung gebracht.[5]
Caryophyllen Pfeffrig, würzig Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht.

Wirkung und Effekte

Wirkung auf den Geist

Blue Dream startet mit einem klaren, stimmungshebenden Gefühl. Das kann Kreativität und Gesprächigkeit fördern.

Wirkung auf den Körper

Dazu kommt eine sanfte Körperentspannung, ohne stark müde zu machen. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.

Wirkungsprofil von Blue Dream

Lage auf der Indica–Sativa-AchseIndicakörperbetont · entspannendSativakopfbetont · anregendKörper 28%Kopf 72%herbanika.de

Die Position zeigt, wie körper- bzw. kopfbetont die Sorte tendenziell wirkt. Sie ist eine Orientierung, kein Messwert – die Wirkung hängt auch von Dosis und Person ab.

Medizinische Anwendung

In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Blue Dream im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.

Diskutierte Anwendungsbereiche

Bereich In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang
Stimmung THC und Terpene wie Pinen werden mit stimmungsbezogenen Effekten in Verbindung gebracht.
Stress und Anspannung Für THC und einzelne Terpene werden entspannende Effekte besprochen.
Schmerzempfinden Caryophyllen und Myrcen werden in der Forschung untersucht.
Appetit THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht.

Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.

Anbauinformationen

Anbau drinnen (Indoor)

Blue Dream wächst kräftig und liefert viel Ertrag. Etwas Höhenkontrolle und Entlauben helfen, Licht an alle Blüten zu bringen. Die Blütezeit liegt bei 9 bis 10 Wochen.

Anbau draußen (Outdoor)

In warmem, sonnigem Klima wird sie groß und sehr ertragreich. Sie braucht genug Platz und Stützen.

Häufige Fehler

Sie wird größer als gedacht. Wer früh mit dem Biegen der Triebe beginnt, hält sie niedriger.

Anbau-Zyklus von Blue Dream

Indoor · ab KeimungAnbau: Einsteiger bis mittelKeimungWachstumBlüteErnte02468101214WochenKeimung u. Wachstum sind Richtwerte; die Blütezeit ist sortentypisch.herbanika.de

Blütezeit etwa 9–10 Wochen (nach Lichtumstellung auf 12/12). Outdoor wird meist Ende September bis Oktober geerntet.

Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).

Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)

  • Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
  • In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.[1]
  • Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
  • Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.[1]
  • Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
  • Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.

Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)

  • Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
  • Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
  • Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
  • Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.

Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)

  • Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
  • Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
  • Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
  • In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.

Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.

Häufig gestellte Fragen zu Blue Dream

Ist Blue Dream eher anregend oder entspannend?

Beides. Sie startet anregend und wird dann sanft entspannend.

Woher kommt das Beerenaroma?

Vom Elternteil Blueberry. Blue Dream duftet stark nach süßen Heidelbeeren.

Ist Blue Dream für Anfänger geeignet?

Ja, sie gilt als robust, ertragreich und gut zugänglich.

Macht Blue Dream müde?

Meist nicht stark. Die Entspannung ist sanft, ohne schwer zu machen.

Wie lange blüht Blue Dream?

Etwa 9 bis 10 Wochen.

Wie hoch ist der THC-Gehalt?

Meist zwischen 17 und 24 Prozent.

Referenzen und Quellen

  1. Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109. Gesetzestext · BGBl. 2024 I Nr. 109 a b
  2. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022. BfArM · Abschlussbericht (PDF)
  3. Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. PubMed · DOI
  4. Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. PubMed · DOI
  5. Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72. PubMed · DOI a b
  6. Sommano, S. R., Chittasupho, C., Ruksiriwanich, W. & Jantrawut, P. (2020): „The Cannabis Terpenes.“ Molecules, 25(24), 5792. PubMed · DOI
  7. ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548. PubMed · DOI
  8. Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233. PubMed · DOI


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