
Dabbing ist das Verdampfen von Cannabis-Konzentraten wie Wax, Shatter oder Rosin an einem heißen Element. Konzentrate haben einen sehr hohen THC-Gehalt (oft 60–90 %) – deutlich mehr als Blüten. Dadurch ist Dabbing nichts für Einsteiger: Schon kleine Mengen wirken stark. Wer dabbt, sollte besonders niedrig dosieren und die Risiken kennen.[1]
Was Konzentrate sind
Bei Konzentraten werden die Wirkstoffe der Pflanze stark gebündelt. Übrig bleibt eine zähe oder feste Masse mit sehr viel THC. Beim Dabbing wird eine kleine Menge an einem heißen Element verdampft und der Dampf inhaliert. Wie sich das in die Konsumformen einordnet, zeigt der Vergleich.
Dieser Text informiert sachlich und ist keine Konsumaufforderung.
Dabbing & Konzentrate auf einen Blick
| Punkt | Details |
|---|---|
| Was? | Verdampfen von Konzentraten |
| Formen | Wax, Shatter, Rosin u. a. |
| THC-Gehalt | sehr hoch (oft 60–90 %) |
| Geeignet für | Erfahrene, nicht für Einsteiger |
| Wichtig | sehr klein dosieren |
Viel stärker als Blüten
Der entscheidende Punkt ist die Stärke. Die Grafik zeigt den Unterschied grob.
THC-Gehalt: Blüte vs. Konzentrat
Abbildung 1: Konzentrate sind ein Vielfaches stärker als Blüten.
Warum Vorsicht wichtig ist
Wegen der hohen Stärke kann Dabbing schnell zu unangenehmen Effekten führen – Herzrasen, Schwindel oder Angst. Auch eine schnellere Gewöhnung ist möglich. Für Einsteiger ist es daher ungeeignet. Wer dennoch dabbt, sollte mit einer winzigen Menge starten, nicht allein konsumieren und die Safer-Use-Regeln sowie die Risiken kennen. Selbst hergestellte Konzentrate mit Lösungsmitteln sind zusätzlich gefährlich (Brand-/Explosionsgefahr).
Wie Dabbing funktioniert: das Equipment
Klassisch braucht man für Dabs ein Dab-Rig – eine Art Wasserpfeife (ähnlich einer Bong), nur mit speziellem Aufsatz. Statt eines Kopfes sitzt dort ein Banger oder ein Nail aus Quarz. Dieser wird stark erhitzt, dann gibt man mit einem Dabber ein kleines Stück Konzentrat hinein. Eine Carb Cap (Carb) wird oben aufgesetzt, damit der Dampf bei niedrigerer Temperatur entsteht. Den Dampf inhaliert man über das Rig. Daneben gibt es kompakte Geräte wie den Nektar Kollektor oder elektrische Rigs.
Wichtig: Nicht zu heiß erhitzen – sonst verbrennen die Terpene, der Geschmack leidet und es bleibt mehr verkohlter Rückstand im Banger. Niedrigere Temperaturen schonen Aroma und Lunge.
Arten von Konzentraten
Hinter dem Begriff Cannabiskonzentrate stecken viele Formen, die sich in der Extraktion unterscheiden. Manche werden mit Lösungsmitteln hergestellt (z. B. Shatter, Wax), andere lösungsmittelfrei (Rosin, Live Resin). Jeder Extrakt bündelt die Wirkstoffe der Pflanze stark. Gerade lösungsmittelfreie Konzentrate gelten als aromatischer, weil mehr Terpene erhalten bleiben. Allen gemein ist der sehr hohe THC-Gehalt – deshalb ist beim Dabben extreme Zurückhaltung wichtig.
Hinweis zu Dabbing in Deutschland: Cannabis-Konzentrate mit hohem THC-Gehalt fallen unter dieselben Mengen- und Wirkstoffregeln wie anderes Cannabis. Dieser Text bleibt rein informativ.
Häufige Fragen zu Dabbing
Wie funktioniert Dabbing?
Ein Banger oder Nail wird erhitzt, ein kleines Stück Konzentrat hineingegeben, eine Carb Cap aufgesetzt und der Dampf über ein Dab-Rig inhaliert.
Was brauche ich zum Dabben?
Ein Dab-Rig mit Banger/Nail, einen Dabber, eine Carb Cap und eine Hitzequelle. Alternativ kompakte Geräte wie einen Nektar Kollektor oder ein elektrisches Rig.
Wann war Dabbing im Trend?
Dabbing wurde vor allem in den 2010er-Jahren populär, zuerst in den USA, und verbreitete sich dann mit besseren Extraktionsmethoden weiter.
Was ist Dabbing?
Das Verdampfen kleiner Mengen Cannabis-Konzentrat an einem heißen Element.
Was sind Konzentrate?
Stark gebündelte Cannabis-Wirkstoffe wie Wax, Shatter oder Rosin.
Wie stark sind Konzentrate?
Sehr stark – oft 60 bis 90 Prozent THC, deutlich mehr als Blüten.
Ist Dabbing für Anfänger geeignet?
Nein. Wegen der hohen Stärke ist es etwas für Erfahrene.
Welche Risiken gibt es?
Unangenehme Effekte wie Herzrasen oder Angst und eine schnellere Gewöhnung.
Kann ich Konzentrate selbst herstellen?
Verfahren mit Lösungsmitteln sind gefährlich (Brandgefahr) und nicht zu empfehlen.
Referenzen und Quellen
- Fischer, B., Russell, C., Sabioni, P. et al. (2017): „Lower-Risk Cannabis Use Guidelines: A Comprehensive Update of Evidence and Recommendations.“ American Journal of Public Health, 107(8), e1–e12. PubMed · DOI ↩
- National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (2017): „The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids: The Current State of Evidence and Recommendations for Research.“ National Academies Press, Washington, DC. DOI
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