Hell’s Bells Cannabis Strain: Wirkung, Genetik & Anbau


Nahaufnahme einer harzigen Hell's Bells-Blüte mit dichten Trichomen und orangefarbenen Blütenstempeln
Hell’s Bells – harzige Blüte mit dichtem Trichombesatz.

Wichtige Fakten zu Hell’s Bells

Eigenschaft Details
Typ Indica (überwiegend Indica)
THC-Gehalt 19-21%
CBD-Gehalt Niedrig (unter 1%)
Herkunft Kuchi × Strawberry Sour Diesel
Geschmack Süß, Diesel, erdig
Aroma Süß-erdig, kräftig
Wirkung Schwer entspannend, körperbetont
Medizinische Anwendung Wird mit Stress, Schlaf und Schmerzempfinden in Verbindung gebracht
Blütezeit 8-9 Wochen
Ertrag (Indoor) hoch
Ertrag (Outdoor) mittel
Wuchshöhe Niedrig bis mittelhoch
Schwierigkeitsgrad (Anbau) Anfängerfreundlich

Einführung in Hell’s Bells

Hell’s Bells verbindet die käsig-erdige Kuchi mit der fruchtigen Strawberry Sour Diesel. Bekannt ist sie für ein süß-erdiges Aroma und eine kräftige Wirkung. Verwandte Sorten sind Big Band, Baby Boom Autoflowering und Big Bud XXL Autoflowering.

Hell’s Bells ist überwiegend Indica. Viele nutzen sie am Abend.

Ihre erdige Basis teilt sie mit der Kuchi; ihr fruchtiges Aroma mit der Strawberry Sour Diesel.

Genetik und Herkunft

Hell’s Bells verbindet die Kuchi mit der Strawberry Sour Diesel. Hell’s Bells entstand aus der Kreuzung der Kuchi mit der Strawberry Sour Diesel.

Die Elternsorten

Genetische Abstammung von Hell’s Bells

Hell’s BellsKuchiStrawberry Sour Diesel

Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Hell’s Bells.

Aroma und Terpenprofil

Das Aroma von Hell’s Bells ist süß und erdig, mit einer Erdbeer-Diesel-Note. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei Hell’s Bells sind vor allem Myrcen, Caryophyllen und Linalool wichtig.

Infografik mit Hell's Bells Key Facts: Typ Indica (überwiegend Indica), THC 19-21%, Bluetezeit 8-9 Wochen, Genetik Kuchi × Strawberry Sour Diesel und Terpene Myrcen, Caryophyllen, Linalool
Abbildung 2: Hell’s Bells auf einen Blick – Typ, THC, Blütezeit, Genetik und wichtige Terpene.
Terpen Geruch / Geschmack Was in der Forschung dazu besprochen wird
Myrcen Erdig, leicht süß Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen.[6]
Caryophyllen Pfeffrig, würzig Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht.[4]
Linalool Blumig, wie Lavendel Kommt auch in Lavendel vor. Wird mit beruhigenden Effekten in Verbindung gebracht.

Wirkung und Effekte

Wirkung auf den Körper

Hell’s Bells wirkt schwer und körperbetont entspannend. Viele nutzen sie am Abend. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.

Wirkung auf den Geist

Die geistige Wirkung ist ruhig und beruhigend. Bei höheren Mengen kann sie schläfrig machen.

Wirkungsprofil von Hell’s Bells

Lage auf der Indica–Sativa-AchseIndicakörperbetont · entspannendSativakopfbetont · anregendKörper 72%Kopf 28%herbanika.de

Die Position zeigt, wie körper- bzw. kopfbetont die Sorte tendenziell wirkt. Sie ist eine Orientierung, kein Messwert – die Wirkung hängt auch von Dosis und Person ab.

Medizinische Anwendung

In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Hell’s Bells im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.

Diskutierte Anwendungsbereiche

Bereich In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang
Stress und Anspannung THC und Terpene wie Myrcen werden in diesem Zusammenhang besprochen.[3]
Schlaf Bei höheren Mengen werden in Berichten beruhigende Effekte beschrieben.
Schmerzempfinden Caryophyllen und THC werden in der Forschung untersucht.
Appetit THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht.

Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.

Anbauinformationen

Anbau drinnen (Indoor)

Hell’s Bells bleibt eher kompakt und ist harzig. Die Blütezeit liegt bei 8 bis 9 Wochen.

Anbau draußen (Outdoor)

Sie mag ein mildes bis warmes Klima.

Häufige Fehler

Die dichten Blüten brauchen gute Luft gegen Schimmel.

Anbau-Zyklus von Hell’s Bells

Indoor · ab KeimungAnbau: AnfängerfreundlichKeimungWachstumBlüteErnte02468101214WochenKeimung u. Wachstum sind Richtwerte; die Blütezeit ist sortentypisch.herbanika.de

Blütezeit etwa 8–9 Wochen (nach Lichtumstellung auf 12/12). Outdoor wird meist Ende September bis Oktober geerntet.

Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).

Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)

  • Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
  • In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.[1]
  • Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
  • Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.[1]
  • Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
  • Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.

Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)

  • Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
  • Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
  • Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
  • Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.

Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)

  • Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
  • Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
  • Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
  • In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.

Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.

Häufig gestellte Fragen zu Hell’s Bells

Welche Eltern hat Hell’s Bells?

Eine Kreuzung aus Kuchi und Strawberry Sour Diesel.

Ist Hell’s Bells Indica oder Sativa?

Überwiegend Indica, schwer und körperbetont.

Wie schmeckt Hell’s Bells?

Süß und erdig, mit einer Erdbeer-Diesel-Note.

Wie hoch ist der THC-Gehalt?

Meist zwischen 19 und 21 Prozent.

Wie lange blüht Hell’s Bells?

Etwa 8 bis 9 Wochen.

Ist Hell’s Bells eher etwas für den Abend?

Ja. Durch die entspannende Wirkung passt sie gut in den Abend.

Referenzen und Quellen

  1. Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109. Gesetzestext · BGBl. 2024 I Nr. 109 a b
  2. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022. BfArM · Abschlussbericht (PDF)
  3. Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. PubMed · DOI
  4. Gertsch, J. et al. (2008): „Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid.“ PNAS, 105(26), 9099–9104. PubMed · DOI
  5. Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. PubMed · DOI
  6. Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72. PubMed · DOI
  7. ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548. PubMed · DOI
  8. Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233. PubMed · DOI


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