Mimosa: Wirkung, Genetik & Anbau


Nahaufnahme einer harzigen, hellgrünen Mimosa-Blüte mit orangefarbenen Tönen und Blütenstempeln
Mimosa – harzige Blüte mit dichtem Trichombesatz.

Wichtige Fakten zu Mimosa

Eigenschaft Details
Typ Sativa-dominanter Hybrid
THC-Gehalt 19-27% (hoch)
CBD-Gehalt Niedrig (unter 1%)
Herkunft Clementine × Purple Punch
Geschmack Orange, Zitrus, süß, tropisch
Aroma Frisch nach Orange und Zitrus
Wirkung Anregend, fröhlich, wach
Medizinische Anwendung Wird mit Stimmung, Antrieb und Stress in Verbindung gebracht
Blütezeit 8-9 Wochen
Ertrag (Indoor) mittel bis hoch
Ertrag (Outdoor) hoch
Wuchshöhe Mittelhoch bis hoch
Schwierigkeitsgrad (Anbau) Mittel

Einführung in Mimosa

Mimosa ist eine moderne, fruchtige Sorte. Bekannt ist sie für ihr frisches Aroma nach Orange und Zitrus. Benannt ist sie nach dem gleichnamigen Orangen-Cocktail.

Mimosa ist ein Hybrid, bei dem der Sativa-Anteil überwiegt. Sie wirkt eher anregend und fröhlich. Viele nutzen sie am Tag.

Ihr Zitrusprofil teilt sie mit der Lemon Haze. Über ihren Elternteil Purple Punch ist sie mit der violetten Linie der Granddaddy Purple verbunden.

Genetik und Herkunft

Mimosa entstand aus der Kreuzung von Clementine und Purple Punch. Von der einen kommt das frische Orangenaroma, von der anderen eine süße, fruchtige Note.

Die Elternsorten

  • Clementine: eine zitronig-orangige Sorte. Sie bringt das frische Zitrusaroma mit.
  • Purple Punch: eine süße, fruchtige Indica mit violetten Tönen. Sie steuert Süße und Ruhe bei.

Genetische Abstammung von Mimosa

MimosaClementinePurple Punch

Abbildung 1: Verbreitetste Theorie zur Abstammung von Mimosa.

Aroma und Terpenprofil

Das Aroma von Mimosa ist frisch und fruchtig, mit einer klaren Orangen- und Zitrusnote. Diese Gerüche kommen von den Terpenen. Terpene sind die Duftstoffe der Pflanze. Bei Mimosa sind vor allem Limonen, Caryophyllen und Myrcen wichtig.

Infografik mit Mimosa Key Facts: Typ Sativa-dominant, THC 19-27%, Bluetezeit 8-9 Wochen, Genetik Clementine x Purple Punch und Terpene Limonen, Caryophyllen, Myrcen
Abbildung 2: Mimosa auf einen Blick – Typ, THC, Blütezeit, Genetik und wichtige Terpene.
Terpen Geruch / Geschmack Was in der Forschung dazu besprochen wird
Limonen Zitrusartig Riecht nach Zitrone. Wird mit der Stimmung in Verbindung gebracht.[5]
Caryophyllen Pfeffrig, würzig Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor. Wird in Studien zu Entzündungen untersucht.
Myrcen Erdig, leicht süß Das häufigste Terpen in Cannabis. Wird mit entspannenden Effekten besprochen.[5]

Wirkung und Effekte

Wirkung auf den Geist

Mimosa wirkt anregend und stimmungshebend. Viele fühlen sich wach, fröhlich und gesellig. Das ist ein typisches Tagesprofil.

Wirkung auf den Körper

Die körperliche Wirkung ist leicht. Sie macht meist nicht müde. Mögliche Nebenwirkungen sind ein trockener Mund und trockene Augen.

Wirkungsprofil von Mimosa

Lage auf der Indica–Sativa-AchseIndicakörperbetont · entspannendSativakopfbetont · anregendKörper 28%Kopf 72%herbanika.de

Die Position zeigt, wie körper- bzw. kopfbetont die Sorte tendenziell wirkt. Sie ist eine Orientierung, kein Messwert – die Wirkung hängt auch von Dosis und Person ab.

Medizinische Anwendung

In Erfahrungsberichten und in der Forschung wird Mimosa im Zusammenhang mit verschiedenen Beschwerden besprochen. Die folgenden Angaben sind nur zur Information. Sie beschreiben untersuchte Zusammenhänge und sind ausdrücklich kein Heil- oder Wirkversprechen.

Diskutierte Anwendungsbereiche

Bereich In Studien / Erfahrungsberichten besprochener Zusammenhang
Stimmung THC und Terpene wie Limonen werden mit stimmungsbezogenen Effekten in Verbindung gebracht.[3]
Antrieb und Tagesform Das sativabetonte Profil wird in Berichten mit anregenden Effekten beschrieben.
Stress und Anspannung Für THC und einzelne Terpene werden Effekte besprochen (bei empfindlichen Personen mit Vorsicht).
Appetit THC wird mit appetitanregenden Effekten in Verbindung gebracht.

Dieser Abschnitt ist nur zur Information da. Er ersetzt kein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Aus den genannten Zusammenhängen lässt sich keine Heilwirkung ableiten. Wer über eine Behandlung mit medizinischem Cannabis nachdenkt, sollte zuerst ärztlichen Rat einholen.

Anbauinformationen

Anbau drinnen (Indoor)

Mimosa wird mittelhoch bis hoch. Etwas Höhenkontrolle ist sinnvoll. Die Blütezeit liegt bei 8 bis 9 Wochen.

Anbau draußen (Outdoor)

In warmem, sonnigem Klima entwickelt sie ihr volles Zitrusaroma und liefert hohe Erträge.

Häufige Fehler

Zu wenig Platz nach oben ist ein häufiges Problem. Frühes Biegen der Triebe hilft.

Anbau-Zyklus von Mimosa

Indoor · ab KeimungAnbau: MittelKeimungWachstumBlüteErnte02468101214WochenKeimung u. Wachstum sind Richtwerte; die Blütezeit ist sortentypisch.herbanika.de

Blütezeit etwa 8–9 Wochen (nach Lichtumstellung auf 12/12). Outdoor wird meist Ende September bis Oktober geerntet.

Rechtliche Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Regeln für Cannabis sind in jedem Land anders. Eines vorweg: Cannabis-Samen gelten in Deutschland nicht als Cannabis. Erwachsene dürfen sie kaufen. Die folgenden Punkte sind keine Rechtsberatung. Prüfe vor einem Kauf oder Anbau immer die Gesetze, die gerade in deinem Land gelten. Alle Angaben gelten nur für Erwachsene (Stand: Juni 2026).

Deutschland (Konsumcannabisgesetz, seit 1. April 2024)

  • Cannabis ist für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt.
  • In der Öffentlichkeit darfst du bis zu 25 Gramm getrocknetes Cannabis bei dir tragen.[1]
  • Zuhause sind bis zu 50 Gramm erlaubt.
  • Jede erwachsene Person darf bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.[1]
  • Cannabis-Samen darfst du kaufen und aus EU-Ländern einführen.
  • Das Rauchen ist verboten, wenn du weniger als 100 Meter von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätzen oder Sportstätten entfernt bist. In Fußgängerzonen ist es zwischen 7 und 20 Uhr untersagt.

Österreich (Suchtmittelgesetz, SMG)

  • Cannabis mit dem Rauschstoff THC ist verboten.
  • Wer nur eine kleine Menge für sich besitzt, wird meist nicht bestraft. Statt einer Strafe gibt es oft eine gesundheitsbezogene Auflage („Gesundheit statt Strafe“).
  • Samen und junge Pflanzen (sogenannte Stecklinge) darf man kaufen.
  • Die Pflanze blühen zu lassen, um THC zu gewinnen, ist strafbar.

Schweiz (Betäubungsmittelgesetz, BetmG)

  • Cannabis mit 1,0 Prozent THC oder mehr ist verboten.
  • Bei bis zu 10 Gramm für den Eigenbedarf gibt es nur eine Ordnungsbuße von 100 Franken.
  • Produkte mit weniger als 1 Prozent THC (zum Beispiel viele CBD-Produkte) sind erlaubt und werden verkauft.
  • In einigen Städten laufen Pilotversuche für einen regulierten, legalen Verkauf.

Diese Regeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor jedem Kauf oder Anbau über den aktuellen Stand in deinem Land.

Häufig gestellte Fragen zu Mimosa

Warum heißt sie Mimosa?

Nach dem gleichnamigen Cocktail aus Orangensaft und Sekt. Das passt zum frischen Orangenaroma.

Ist Mimosa Indica oder Sativa?

Mimosa ist überwiegend Sativa und wirkt eher anregend.

Wie schmeckt Mimosa?

Frisch nach Orange und Zitrus, mit einer süßen, tropischen Note.

Macht Mimosa müde?

Meist nicht. Sie wirkt eher wach und fröhlich.

Wie stark ist Mimosa?

Mit etwa 19 bis 27 Prozent THC ist sie stark.

Wie lange blüht Mimosa?

Etwa 8 bis 9 Wochen.

Referenzen und Quellen

  1. Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. März 2024, in Kraft seit 1. April 2024 – Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109. Gesetzestext · BGBl. 2024 I Nr. 109 a b
  2. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): „Cannabis als Medizin – Abschlussbericht der Begleiterhebung“, Bonn 2022. BfArM · Abschlussbericht (PDF)
  3. Russo, E. B. (2011): „Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects.“ British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. PubMed · DOI
  4. Andre, C. M., Hausman, J.-F. & Guerriero, G. (2016): „Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules.“ Frontiers in Plant Science, 7, 19. PubMed · DOI
  5. Booth, J. K. & Bohlmann, J. (2019): „Terpenes in Cannabis sativa – From plant genome to humans.“ Plant Science, 284, 67–72. PubMed · DOI a b
  6. Sommano, S. R., Chittasupho, C., Ruksiriwanich, W. & Jantrawut, P. (2020): „The Cannabis Terpenes.“ Molecules, 25(24), 5792. PubMed · DOI
  7. ElSohly, M. A. & Slade, D. (2005): „Chemical constituents of marijuana: The complex mixture of natural cannabinoids.“ Life Sciences, 78(5), 539–548. PubMed · DOI
  8. Lewis, M. A., Russo, E. B. & Smith, K. M. (2018): „Pharmacological Foundations of Cannabis Chemovars.“ Planta Medica, 84(4), 225–233. PubMed · DOI


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