
Cannabis wirkt über das körpereigene Endocannabinoid-System. Beim Rauchen oder Verdampfen setzt die Wirkung[2] sofort ein, erreicht nach etwa 30 Minuten ihren Höhepunkt und klingt nach 2 bis 4 Stunden ab. Die Wirkung ist teils geistig (Stimmung, Wahrnehmung), teils körperlich (Entspannung). Wie stark sie ausfällt, hängt von Dosis, Gewöhnung und Situation ab.
Was im Körper passiert
Der wichtigste Wirkstoff ist THC. Nach dem Konsum gelangt er ins Blut und von dort ins Gehirn. Dort dockt er an bestimmte Andockstellen an, die CB1-Rezeptoren. Diese gehören zum körpereigenen Endocannabinoid-System. So entsteht der typische Rausch.
Wie schnell das geht, hängt von der Konsumform ab. Über die Lunge wirkt THC fast sofort, über den Magen erst nach einer Weile.[1]
Wirkung auf einen Blick
| Punkt | Details (beim Rauchen/Verdampfen) |
|---|---|
| Wirkungseintritt | sofort |
| Höhepunkt | nach etwa 30 Minuten |
| Dauer | 2 bis 4 Stunden |
| Geistige Wirkung | Stimmung, veränderte Wahrnehmung |
| Körperliche Wirkung | Entspannung, schwere Glieder |
| Hängt ab von | Dosis, Gewöhnung, Situation |
Der typische Wirkungsverlauf
Die Wirkung steigt an, erreicht einen Höhepunkt und klingt dann ab. Die Kurve zeigt den Verlauf.

Bei Edibles ist die Kurve nach hinten verschoben: Die Wirkung beginnt später und hält viel länger an, oft 4 bis 8 Stunden.[1]
Wovon die Wirkung abhängt
Cannabis wirkt nicht bei jedem gleich. Drei Faktoren sind besonders wichtig.
Drei Einflussfaktoren
Abbildung 2: Dosis, Gewöhnung und Situation prägen die Wirkung.
Wer selten konsumiert, spürt eine Dosis stärker als jemand, der täglich konsumiert. Auch die Stimmung spielt mit: In angespannter Lage kann dieselbe Menge eher Unruhe auslösen. Mehr zu unerwünschten Effekten steht im Artikel zu Nebenwirkungen und Risiken.
Cannabis im Körper: vom Rauch zum Rausch
Wird Marihuana geraucht oder verdampft, gelangt das THC über die Lunge in den Blutkreislauf und von dort ins Nervensystem. Dort binden die pflanzlichen Cannabinoide an spezielle Cannabinoid-Rezeptoren, die auf den Nervenzellen sitzen. So wirken Cannabinoide auf Körperfunktionen wie Wahrnehmung, Stimmung und Appetit – das erklärt die berauschende Wirkung.
Wie Cannabis im Körper ankommt, hängt also vom Weg ab: Beim Kiffen ist die Wirkung sofort da, beim Essen verzögert. Wie stark der Cannabiskonsum wirkt, beeinflussen vor allem Dosis und Gewöhnung. Zu viel kann negative Wirkungen wie Schwindel, Übelkeit oder Herzrasen auslösen; in sehr seltenen Fällen sind kurze Halluzinationen möglich. Cannabis bleibt eine Droge – auch wenn viele es zum Freizeit-Konsum nutzen.
Häufige Fragen zur Wirkung von Cannabis
Was passiert mit dem Körper, wenn man Cannabis nimmt?
Das THC gelangt ins Blut und Nervensystem und bindet an Cannabinoid-Rezeptoren. Das verändert Wahrnehmung, Stimmung und Appetit und entspannt den Körper.
Wie fühlt sich ein Cannabis-Rausch an?
Oft entspannt, mit veränderter Wahrnehmung und gesteigertem Appetit. Manche fühlen sich heiter, andere eher müde – es ist sehr individuell.
Wie fühlt man sich am nächsten Tag, wenn man gekifft hat?
Manche fühlen sich frisch, andere etwas träge oder „verkatert“. Das hängt von Menge, Schlaf und Gewöhnung ab.
Wie wirkt ein Joint beim ersten Mal?
Einsteiger spüren ohne Gewöhnung oft schon eine kleine Menge deutlich. Mögliche Effekte sind Schwindel oder Herzklopfen – deshalb klein anfangen.
Wie schnell wirkt Cannabis?
Beim Rauchen oder Verdampfen sofort. Bei Edibles erst nach 30 bis 90 Minuten.
Wie lange hält die Wirkung an?
Beim Rauchen 2 bis 4 Stunden, bei Edibles oft 4 bis 8 Stunden.
Wann ist die Wirkung am stärksten?
Beim Rauchen meist nach etwa 30 Minuten.
Warum wirkt Cannabis bei jedem anders?
Weil Dosis, Gewöhnung und die persönliche Situation die Wirkung beeinflussen.
Was ist der Unterschied zwischen geistiger und körperlicher Wirkung?
Geistig betrifft Stimmung und Wahrnehmung, körperlich eher Entspannung und Schwere.
Wirkt mehr Cannabis automatisch stärker?
Tendenziell ja, aber zu viel kann unangenehme Effekte wie Unruhe oder Übelkeit auslösen.
Spürt man als Einsteiger mehr?
Oft ja. Ohne Gewöhnung reicht eine kleinere Menge für eine deutliche Wirkung.
Referenzen und Quellen
- Grotenhermen, F. (2003): „Pharmacokinetics and pharmacodynamics of cannabinoids.“ Clinical Pharmacokinetics, 42(4), 327–360. PubMed · DOI ↩ a b
- Grotenhermen, F. (2005): „Cannabinoids.“ Current Drug Targets – CNS & Neurological Disorders, 4(5), 507–530. PubMed · DOI ↩
- National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (2017): „The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids: The Current State of Evidence and Recommendations for Research.“ National Academies Press, Washington, DC. DOI
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