
Wer zu viel gekifft hat, erlebt manchmal ein „Greening out“: Schwindel, Übelkeit, Herzrasen, Angst oder Blässe. Eine tödliche Überdosis ist dabei nicht zu befürchten, die Effekte sind aber unangenehm. Das Beste: ruhig bleiben, hinsetzen oder hinlegen, Wasser trinken und abwarten. Die Wirkung geht vorbei. Bei großer Sorge ärztlichen Rat suchen.
Was beim „Greening out“ passiert
Wird zu viel THC aufgenommen – oft durch Edibles, weil deren Wirkung spät einsetzt –, reagiert der Körper über. Typisch sind Schwindel, Übelkeit, ein schneller Puls und Angstgefühle. Das ist beängstigend, aber in aller Regel harmlos und vorübergehend. Grundregeln zum Vermeiden stehen im Artikel zum Safer Use.
Soforthilfe auf einen Blick
| Tun | Warum |
|---|---|
| Ruhig bleiben | es geht vorbei |
| Hinsetzen / hinlegen | gegen Schwindel |
| Wasser trinken | gegen Mundtrockenheit |
| Frische Luft | beruhigt |
| Etwas essen | kann stabilisieren |
| Bei großer Sorge | ärztlichen Rat suchen |
Schritt für Schritt beruhigen
Die Grafik zeigt die wichtigsten Sofortmaßnahmen.
Erste Hilfe bei zu viel
Abbildung 1: Ruhe und Zeit sind die beste Hilfe.
Was hilft – und was nicht
Eine ruhige, vertraute Umgebung und eine Begleitperson tun gut. Manche berichten, dass CBD die Wucht von THC etwas abmildern kann; ein Wundermittel ist es nicht. Auch der populäre „Pfefferkörner-Trick“ ist nicht belegt. Wichtig: kein Alkohol – die Kombination macht es schlimmer. Wenn jemand nicht ansprechbar ist, anhaltend erbricht oder es zu einem medizinischen Notfall kommt, im Zweifel den Notruf 112 wählen.
Greening out: was im Körper passiert
Hat man zu viel geraucht oder verdampft, kann die psychoaktive Wirkung den Körper akut überfordern – im Englischen „Greening out“. Schuld ist eine zu hohe Dosis: Die Wirkung von Cannabis über die Cannabinoiden wird zu stark. Typische, harmlose Nebenwirkungen sind trockener Mund, Schwindel, Herzrasen und Übelkeit. Bei sehr hohen Dosen können auch Paranoia oder kurze, psychose-ähnliche Zustände auftreten – diese gehen aber vorbei.
Wer als Konsument regelmäßig zu viel konsumiert, sollte den Cannabiskonsum überdenken. Wichtig: Eine tödliche Überdosis ist beim Konsum von Cannabis – anders als bei mancher anderen Droge – nicht zu befürchten. Auch wer Cannabis als Medizin nimmt, kann sich überdosieren, weshalb die akute Wirkung ernst zu nehmen ist.
Schnell vom High runter
Was hilft, wenn ein Joint zu viel war? Ruhe bewahren und sich klarmachen: Es geht vorbei. Setz oder leg dich hin, trink Wasser, atme langsam. Etwas Zucker (Saft, Traubenzucker) und frische Luft können helfen. Ablenkung durch ruhige Musik beruhigt. Wer Cannabis konsumieren will, dosiert beim nächsten Mal niedriger – so lässt sich ein erneutes „zu viel“ vermeiden.
Häufige Fragen zu „zu viel gekifft“
Was tun, wenn man zu viel gekifft hat?
Ruhig bleiben, hinsetzen oder -legen, Wasser trinken, etwas Zucker und frische Luft. Die Wirkung klingt von selbst ab – meist nach 1 bis 3 Stunden.
Was tun bei einer Cannabisvergiftung?
Bei starkem Herzrasen, Panik oder einem betroffenen Kind ärztlichen Rat einholen. Eine tödliche Überdosis ist bei Erwachsenen aber nicht zu befürchten.
Ist ein Joint am Tag schädlich?
Täglicher Konsum erhöht das Risiko für Gewöhnung und gesundheitliche Folgen. Schädlich ist vor allem das Rauchen für die Atemwege.
Wie kommt man schnell vom High runter?
Ganz „abschalten“ lässt es sich nicht. Ruhe, Wasser, etwas Zucker und Zeit helfen am besten. CBD wird nachgesagt, die THC-Wirkung etwas abzumildern.
Kann man an Cannabis sterben?
Eine tödliche Überdosis allein durch Cannabis ist nicht zu befürchten. Unangenehm ist es trotzdem.[1]
Was ist ein „Greening out“?
Eine Überreaktion auf zu viel THC mit Schwindel, Übelkeit und Angst.[1]
Was soll ich sofort tun?
Ruhig bleiben, hinlegen, Wasser trinken, frische Luft – und abwarten.
Hilft CBD gegen zu viel THC?
Es kann die Wirkung etwas abmildern, ist aber kein Wundermittel.
Stimmt der Pfefferkörner-Trick?
Dafür gibt es keinen belastbaren Beleg.
Wann sollte ich Hilfe holen?
Bei großer Sorge, anhaltendem Erbrechen oder wenn jemand nicht ansprechbar ist: Notruf 112.
Referenzen und Quellen
- Grotenhermen, F. (2003): „Pharmacokinetics and pharmacodynamics of cannabinoids.“ Clinical Pharmacokinetics, 42(4), 327–360. PubMed · DOI ↩ a b
- National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (2017): „The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids: The Current State of Evidence and Recommendations for Research.“ National Academies Press, Washington, DC. DOI
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